Radtour Monaco – Salzburg

Radtour Monaco SalzburgVom 19. bis zum 31. Juli 2003 habe ich zusammen mit Carsten, einem Freund von mir, eine Radtour von Monaco nach Salzburg in Österreich unternommen.

Im Verlauf von zwölf Tagen haben wir eine Gesamtdistanz von 1.535,4 Kilometern absolviert. Aber es war nicht alleine diese Streckenlänge, die Erwähnung verdient. Wir haben nämlich eine Alpen-Route gewählt, die so viele Pass-Überquerungen wie möglich enthält. Teilweise sind wir sogar auf den Strecken gefahren, die die Tour-de-France-Teilnehmer zwischen dem 5. und dem 27. Juli 2003 bewältigt haben, also nur Tage vor uns. Noch immer war die Wettbewerbs-Atmosphäre spürbar, unter anderem aufgrund der Slogans der Fans, die auf den Boden gemalt waren.

In diesem Bereich meiner Website steht ein detailliertes PDF-Dokument zur Verfügung, das alle Informationen über die Tagesetappen, die Reiseroute und die Distanzen enthält. Die Daten wurden mit Hilfe eines GPS-Systems errechnet. Ferner findet sich darin eine Spalte, die umfassende Informationen zu unseren Einzelleistungen enthält. Die jeweiligen Höhen, unsere durchschnittliche Geschwindigkeit, die Dauer der einzelnen Etappen, die Pulsfrequenz und der Kalorienverbrauch wurden mit Hilfe eines Gerätes von „Polar“ ermittelt.

Mit etwa 150 Schlägen pro Minute war mein Puls am Anfang viel zu hoch. Wenn man bedenkt, dass uns 26 Pässe bevorstanden, war das zu Beginn natürlich nicht sonderlich ermutigend, weil wir fürchteten, dass unser Zeitplan nicht eingehalten werden könnte. Bereits am zweiten Tag stand der Col de la Bonette auf dem Programm, mit 2806 Metern einer der höchsten befahrbaren Pässe überhaupt.

Summiert man die Höhenmeter der einzelnen Alpenpässe, so haben wir insgesamt 29.080 Höhenmeter überwunden. Im Schnitt saßen wir von 9.30 Uhr morgens bis 18.00 Uhr auf dem Rad, von kleineren Pausen einmal abgesehen. Manchmal kamen wir auch erst zwischen 20.00 und 21.00 Uhr an – etwa, wenn wieder Teilstücke auf dem Programm standen, bei denen es 30, 40 oder mehr Kilometer nur bergauf ging.

Anfangs verbrauchte ich 7.000 Kalorien oder mehr am Tag, doch dann pendelte sich mein Verbrauch bei 5.000 Kalorien ein.

Nicht einmal zwei Unfälle blieben uns erspart. Einmal unterlief mir ein Fehler beim Bremsen, ich überschlug mich und zog mir einen Bänderriss in der Schulter zu, während Carsten sich bei einem Unfall einige Abschürfungen zuzog.

Während der gesamten Veranstaltung wurden wir von der Sportklinik Bad Nauheim betreut, einer Spezialklinik für Orthopädie, Traumatologie und Kardiologie.

Während das Trek-5500-Rad das beste Fahrrad ist, was ich mir vorstellen kann, hätte ich mich für ein anderes technisches Detail entscheiden sollen. Im Rückblick wäre ein dreifaches Kettenblatt vorne anstelle des zweifachenbesser gewesen, hätte es doch mehr Übersetzungen an den Bergen geboten.

Über all diese harten Fakten hinaus war der faszinierendste Aspekt unserer Tour gewiss das reizvolle Panorama in den Alpen. Wir haben es besonders auf dem Fahrrad sehr genossen, das viel langsamer als alle motorbetriebenen Fahrzeuge ist.

Die Tour war nicht nur eine perfekte Übung in einer motorsportfreien Zeit für mich. In Zukunft würde ich eine solche Fahrt gerne wiederholen, wenn auch nicht unter den gleichen Bedingungen. Stattdessen würde ich gerne eine Tour mit dem Mountain-Bike auf Schotterwegen in den Alpen ausprobieren. Vielleicht bietet mir das nächste Jahr eine Möglichkeit dazu.