Lebenslauf

Jutta Kleinschmidt ist die erfolgreichste Frau im Marathon-Rallyesport weltweit. Sie ist die erste und bisher einzige Frau, die die schwerste und längste Rallye der Welt, die Rallye Dakar, in der Gesamtwertung gewonnen hat.

Beruflicher Lebenslauf

Seit 2019:
Präsidentin der Cross Country Rally Commission bei der FIA

Teamleader in der FIA Smart Driving Challenge

Seit 2018:
Senior Advisor für den Bereich Cross Country Rally bei der FIA

Seit 2016:
Mitglied des Stiftungsrates der ADAC Stiftung

Berufsweg: 1987 bis 1992 Ingenieurin in der Fahrzeug-Entwicklungsabteilung von BMW. Seit 1993 tätig als Profirennfahrerin.

Vortragsrednerin und Instruktorin in diversen Projekten namhafter Automobilhersteller sowie selbst initiierten Programmen.

Studium: 1982 bis 1986 Studium der Allgemeinen Physik an der Fachhochschule Isny. Diplomarbeit bei BMW gefertigt. Abschluss als Diplom-Ingenieurin der Physik (FH).

Schulische Ausbildung: 1968 Einschulung in die Grundschule, danach Hauptschulabschluss in Berchtesgaden und mittlere Reife in einer Knabenrealschule in Freilassing, 1981 Fachabitur im Bereich Technik an der Fachhochschule in Traunstein.

Aufgewachsen in Berchtesgaden, war meine Jugend dem Wintersport gewidmet. Mit 18 Jahren kaufte ich mir mein erstes Motorrad, um damit Abenteuer-Reisen zu unternehmen. Große Herausforderungen verbunden mit modernster Technik und Wettbewerb sind meine Leidenschaft.

Nach meinem Physik-Studium und sechs Jahren Erfahrung als Entwicklungsingenieurin bei BMW gab ich meinen Beruf auf, um mich ganz dem Motorsport zu widmen. Nach vier Dakar Rallyes auf dem Motorrad stieg sie 1995 auf vier Räder um. Schon bald war mein Wissen als Ingenieurin in meinen Teams sehr gefragt. So war ich z.B. an der Entwicklung des damals erfolgreichsten Dakar-Rallyeautos, dem Mitsubishi Pajero Evo, beteiligt. Nach meinem Sieg bei der Dakar 2001 wechselte ich zu Volkwagen Motorsport, um ein neues Rallyeauto, den Race Touareg, und ein neues Team aufzubauen.

Extreme sind meine Leidenschaft. So nahm ich u.a. 2004 an dem Radmarathon Race Across America teil. Gemeinsam mit Joey Kelly haben wir 5.000 Kilometer quer durch Amerika in nur achteinhalb Tagen auf dem Fahrrad zurückgelegt. Seit 2004 besitze ich eine Lizenz als Helikopter-Pilotin und flog mit meinem eigenen Helikopter schon bis nach Afrika.

Nach 17 Dakar-Teilnahmen mit sechs Platzierungen unter den Top 5 in der Gesamtwertung, gebe ich heute meine Erfahrungen in Vorträgen für namhafte Firmen weiter. Als Ergänzung dazu schrieb ich das Buch „Mein Sieg bei der Dakar“.

Seit August 2018 arbeite ich als Senior Advisor in Teilzeit im Bereich Cross Country Rally für die FIA (Fédération Internationale de l’Automobile). Die Fédération Internationale de l’Automobile ist ein internationaler Dachverband des Automobils bzw. der Autofahrer mit Sitz in Paris.

Zusätzlich bin ich seit Januar 2019 Präsidentin der Cross Country Rally Commission. Zu meinen Aufgaben gehört die Erarbeitung einer strategischen Vision für die Entwicklung von Cross-Country-Rallys.

Fulda Challenge 2001 bis 2005

Über mehrere Jahre habe ich an dem Extremsportevent teilgenommen. Die beißende Kälte  bis minus 40 °C im schnee- und eisbedeckten Yukon (Kanada) wurden zum ultimativen Härtetest für die Teilnehmer und das Material.

Race across America 2004

Extreme sind ihre Leidenschaft. So nahm ich u.a. 2004 an dem Radmarathon Race Across America teil. Gemeinsam mit Joey Kelly haben wir 5.000 Kilometer quer durch Amerika in nur achteinhalb Tagen, abwechselnd täglich 24 Stunden, auf dem Fahrrad zurückgelegt.

Radtour Monaco – Salzburg 2003

Vom 19. bis zum 31. Juli 2003 habe ich zusammen mit Carsten, einem Freund von mir, eine Radtour von Monaco nach Salzburg in Österreich unternommen.

Im Verlauf von zwölf Tagen haben wir eine Gesamtdistanz von 1.535,4 Kilometern absolviert. Aber es war nicht alleine diese Streckenlänge, die Erwähnung verdient. Wir haben nämlich eine Alpen-Route gewählt, die so viele Pass-Überquerungen wie möglich enthält. Teilweise sind wir sogar auf den Strecken gefahren, die die Tour-de-France-Teilnehmer zwischen dem 5. und dem 27. Juli 2003 bewältigt haben, also nur Tage vor uns. Noch immer war die Wettbewerbs-Atmosphäre spürbar, unter anderem aufgrund der Slogans der Fans, die auf den Boden gemalt waren.

Jutta Kleinschmidt Wüstenakademie 2001

Im Herbst 2000 haben wir die „Wüstenakademie“ initiiert. Alles, was Sie schon immer über Leben und Überleben in der Wüste wissen wollten, konnten Sie auf diesem Lehrgang erfahren. Ein Kurs dauert jeweils eine Woche. Die wichtigsten Voraussetzungen für eine Teilnahme sind Spaß an Teamarbeit, eine Vorliebe für die Wüste und ein wenig körperliche Fitness.

Jutta-Overall-Qatark

Nationalität: Deutsch
Wohnhaft in: Monaco (MC)
Erlernter Beruf: Diplom-Ingenieurin (FH) (Physik)
Ausgeübter Beruf: Keynote-Speaker, Referentin, Consultant, Rednerin, Instruktorin, Autorin, Rallyefahrerin
Hobbies: Neue Technologien, Fliegen, Sport
Publikationen: Mein Sieg bei der Dakar
Wichtigster sportlicher Erfolg: Gesamtsieg bei der Rallye Dakar 2001

Auszeichnungen

  • Preis „Engineers in Motion” vom VDI
  • Zuschauer-Wahl: „ARD Sportlerin des - Jahres”
  • Leser-Wahl: „Rallyefahrerin des Jahres 2001“ bei Motorsport aktuell
  • Verleihung der „Lord Wakefield Trophy” des “British Women Racing Drivers Club” als „Herausragende Persönlichkeit im Motorsport“
  • Verleihung der „FIM-Legende“ der „Fédération Internationale de Motocyclisme“
  • 2018 Monaco World Sports Legends Award, The Oscars of Sport

Sportlicher Lebenslauf

2018

Gewinn des „World Sports Legends Awards“, Monaco

2016

Teilnahme im X-raid Buggy bei der Abu Dhabi Desert Challenge Cross Country Rally mit Beifahrerin Tina Thörner, Gesamtplatz 25

Teilnahme im X-raid Buggy bei der Sealine Cross Country Rally in Qatar mit Beifahrer Philipp Beier, Klassensieg und Gesamtplatz 5

Teilnahme im X-raid Buggy bei der Baja Spain in Spanien mit Beifahrer Philipp Beier, Gesamtplatz 12

2015

1. Platz Klasse SP4T beim 24 Stunden am Nürburgring (Team Pro Handicap e.V., Audi TTs)
mit Teamkollegen: Wolfgang Müller, Sabine Podzus

2014

Teilnahme beim 24 Stunden am Nürburgring (Team Pro Handicap e.V., Audi TTs)
mit Teamkollegen: mit Teamkollegen: Wolfgang Müller, Carlos Arimon und Walter Nawotka

2013

Teilnahme beim 24 Stunden am Nürburgring (Team Pro Handicap e.V., Audi TTs)
mit Teamkollegen: mit Teamkollegen: Wolfgang Müller und Walter Nawotka

2008

1. Platz Klasse S2 beim 24 Stunden am Nürburgring (BMW 330d)
mit Teamkollegen: Thomas Haider, Rainer Kutsch, Marc Hiltscher

2007

15. Platz Rallye Dakar mit Beifahrerin Tina Thörner(BMW X3)

2006

Wechsel ins BMW Team X-Raid mit Beifahrerin Tina Thörner (BMW X3 CC)
6. Platz UAE Desert Challenge

2005

Werkspilotin von Volkswagen mit Beifahrerin Fabrizia Pons (Volkswagen Race-Touareg)

3. Platz Rallye Dakar (erster Podiumsplatz eines Diesel-Fahrzeugs)

3. Platz Rallye Por las Pampas
4. Platz Rallye Tunesien
3. Platz Rallye Marokko
2. Platz Baja Portalegre

2004

Werkspilotin von Volkswagen mit Beifahrerin Fabrizia Pons (Volkswagen Race-Touareg)

Erster Etappensieg mit dem Volkswagen Race-Touareg bei der Dakar Rallye
4. Platz Rallye Marokko
3. Platz Rallye d´Orient
13. Platz UAE Desert Challenge

2003

Werkspilotin von Volkswagen mit Beifahrerin Fabrizia Pons (Volkswagen Tarek)

8. Platz Rallye Dakar, 2. Platz Klasse Zweiradantrieb, zweitbestes Diesel-Fahrzeug im Ziel
7. Platz Baja Italien, 2. Platz Klasse Zweiradantrieb
3. Platz Baja Deutschland, 1. Platz Klasse Zweiradantrieb

2002

2. Platz Rallye bei der Paris-Dakar mit Beifahrer Andreas Schulz (Mitsubishi Pajero)
als Werkspilotin von Mitsubishi Japan

Unterzeichnung eines Dreijahres-Vertrags mit Volkswagen am 15. Mai 2002

2001

1. Platz Rallye Paris-Dakar mit Beifahrer Andreas Schulz (Mitsubishi Pajero)

Marathon-Weltcup mit Beifahrer Andreas Schulz,
ab März 2001 als Werkspilotin im Mitsubishi Werksteam Japan

1. Platz Baja Italien
2. Platz Rallye Marokko (1. Platz T2)
2. Platz Baja Portugal (1. Platz T2)
2. Platz Master Rallye (1. Platz T2)
2. Platz Por Las Pampas Rallye (1. Platz T2)

2. Platz in der Gesamtwertung im Marathon-Weltcup 2001

Auszeichnungen:

Preis „Engineers in Motion“ vom VDI
Jury-Wahl zur „ADAC Motorsportlerin des Jahres“
Zuschauer-Wahl zur „ARD Sportlerin des Jahres“
Leser-Wahl zur „Rallyefahrerin des Jahres 2001″ bei Motorsport aktuell
Verleihung der „Lord Wakefield Trophy“ des „British Women Racing Drivers Club“ als „Herausragende weibliche Persönlichkeit im Motorsport 2001″. 

2000

Marathon-Weltcup mit Beifahrerin Tina Thörner im Team von Ralliart Germany (Mitsubishi Pajero)

5. Platz Rallye Paris-Dakar-Kairo (2. Platz T2)
2. Platz Rallye Tunesien (1. Platz T2)
4. Platz Rallye Marokko (1. Platz T2)
2. Platz Baja Espana (1. Platz T2)
2. Platz Master-Rallye (1. Platz T2)
2. Platz Por Las Pampas-Rallye (2. Platz T2)
6. Platz UAE Desert Challenge mit neuem Beifahrer Andreas Schulz (3. Platz T2)

2.Platz Gesamtwertung im Marathon-Weltcup 2000 (1. Platz T2)

10.Platz Gesamtwertung und 2. Platz in der Klasse beim 24 Stunden Rennen am Nürburgring (Mitsubishi Carisma GT Evolution VI)

1999

Marathon-Weltcup mit Beifahrerin Tina Thörner im Team von Ralliart Germany (Mitsubishi Pajero)

3. Platz Rallye Granada-Dakar, zwei Etappensiege; erste Führung einer Frau in der Gesamtwertung (drei Tage lang auf den Etappen 3, 4 und 5) und erster Podiumsplatz einer Frau in der Gesamtwertung

4. Platz Italian Baja (2. Platz T2)
4. Platz Rallye Tunesien (2. Platz T2)
3. Platz UAE Desert Challenge (2. Platz T2)

4. Platz in der Gesamtwertung im Marathon-Weltcup 1999

7. Platz Gesamtwertung und Klassensieg beim 24 Stunden am Nürburgring (Carlsson-Mercedes SLK)
mit Teamkollegen: Ellen Lohr und Claudia Hürtgen

Teilnahme am Veedol Langstreckenpokal (Mitsubishi GDI Carisma).

1998

Zwei Etappensiege bei der Rallye Paris-Dakar (Schlesser-Buggy)

Teilnahme an der Eisrennserie Trophée Andros und am Veedol Langstreckenpokal Nürburgring

4. Platz Gesamtwertung bei der UAE Desert Challenge beim Debüt des „Ladies-Team“ von Mitsubishi im Pajero T2 Evolution zusammen mit Beifahrerin Tina Thörner  

1997

Marathon Weltcup im Team von Jean-Louis Schlesser (Schlesser-Buggy)

5. Platz Gesamtwertung Rallye Dakar-Agadez-Dakar, zwei Etappensiege, dabei erster Etappensieg einer Frau bei der Rallye Dakar (Schlesser-Buggy)

Teilnahme am 24 Stunden Nürburgring 

1996

Motorrad:
1. Platz Damen-Wertung Australian Safari (KTM)
1. Platz Damen-Wertung Desert Cannonball in Ägypten (HPN-BMW)

Auto:
Marathon Weltcup im Team von Jean-Louis Schlesser (Schlesser-Buggy)

2. Platz Marathon-Weltcup in der Klasse für zweiradangetriebene Fahrzeuge 

1995

Auto:
1. Platz Damen-Wertung, 2. Platz seriennahe Fahrzeuge und 12. Platz Gesamt bei der Rallye Dakar mit Beifahrerin Dagmar Lohmann (Mitsubishi Pajero)

2. Platz im Marathon-Weltcup in der Klasse für zweiradangetriebene Fahrzeuge, 7. Platz Gesamt 

1994

 Motorrad:
1. Platz Damen-Wertung und 18. Platz Gesamt bei der Rallye Paris-Dakar (KTM)
1. Platz Damen-Wertung und 5. Platz Gesamt bei der Pharaonen-Rallye (KTM)

Auto:
1. Platz Serienfahrzeuge und 4. Platz Gesamt beim bei der UAE Desert Challenge mit Beifahrerin Dagmar Lohmann (Mitsubishi Pajero).

2. Platz im Marathon Weltcup in der Klasse für zweiradangetriebene Fahrzeuge 

1993

Auto:
Erster Start bei einer Marathon-Rallye im Auto als Beifahrerin von Jean-Louis Schlesser bei der UAE Desert Challenge in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Motorrad:
4. Platz in der Gesamtwertung bei der Pharaonen-Rallye in Ägypten (KTM). 

1992

Motorrad:
1. Platz Damen-Wertung, 23. Platz Gesamt bei der Rallye Paris-Kapstadt mit einem serienmäßigen BMW-Motorrad
1. Platz Damen-Wertung bei der Pharaonen-Rallye (HPN-BMW)
1. Platz Damen-Wertung beim 24 Stunden Off-Road-Rennen von Clermont-Ferrand (KTM)

Auto:
Teilnahme am 24 Stunden Rennen am Nürburgring und dem 24 Stunden Rennen in Spa (BMW)

1991

Motorrad:
4. Platz bei der Serienmaschinentrophy auf der Rundstrecke, Klasse BOT

Auto:
Teilnahme beim Vidol Langstreckenpokal mit einem BMW M3
Teilnahme an der ADAC Automobil Rennsportschule (Grund-, Fortbildungs, und Toplehrgang)
Toptalent der ADAC Automobil Rennsportschule

1990

Motorrad:
Teilnahme beim Enduro du Touquet in Frankreich
Teilnahme Enduro OMK Pokal
8.Platz Gesamtwertung am Motorrad Roadbook 90
9.Platz Gesamtwertung beim BMW Sportpokal
Klassensieg bei der Rallye Transpana in Spanien
Teilnahme bei bei der Pharaonen-Rallye in Ägypten

1989

Motorrad:
Teilnahme beim Enduro du Touquet in Frankreich
Teilnahme Enduro OMK Pokal
Teilnahme am Motorrad Roadbook 89
Teilnahme bei bei der Pharaonen-Rallye in Ägypten

1988

Motorrad:
Erster Start bei der Rallye Paris-Dakar mit einem BMW Motorrad (HPN-BMW)
Teilnahme bei der Rallye Transpana in Spanien
Teilnahme bei der Rallye Sardegna
Teilnahme beim Grand Raid in Italien
Teilnahme beim Enduro du Touquet in Frankreich
6.Platz Gesamtwertung am Motorrad Roadbook 88
Teilnahme bei bei der Pharaonen-Rallye in Ägypten

1987

Erste Marathon-Rallye:
Start mit einem BMW Motorrad bei der Pharaonen-Rallye in Ägypten (HPN-BMW)

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